Velo/Run – Badener Radmarathon

Rennbericht von Norbert:
Als herbstliches Saisonhighlight wurde dieses Jahr der Radmarathon im Rahmen der Velo/Run-Bewerbe in Baden angepeilt. Dank Facebook-Werbeaktion ersparten wir uns auch das Startgeld und wurden sogar prominent im Social-Media-Bereich des Rennens gefeatured. Die Route mit 85,3 km und 5 Anstiegen mit insgesamt etwa 1000 Höhenmetern ist recht malerisch und die meisten Passagen sind von ausgedehnten Wienerwald-Runden bekannt. Im Sinne einer akribischen Vorbereitung fuhr ich die Route dennoch einmal alleine und eine Woche vor dem Bewerb noch einmal mit Christoph ab. Diese Recon-Ausfahrt wurde dann etwas schneller als gedacht und das Immunsystem von Christoph spielte da nach dem nasskalten Ötzi nicht mehr mit – die Zahl der Unrad-Starter reduzierte sich auf zwei: Gerald und Norbert.

Wir trafen gegen halb 8 in Baden ein, holten die Startnummer ab, friemelten Chip („Unbedingt mit der Längsseite parallel zur Fahrbahn!“) und Startnummer aufs Rad und rollten uns 10km ein. Als wir uns gegen 8:30 in den Startblock stellen wollten, staunten wir nicht schlecht: Wir fanden uns etwa auf Position 300 (von 500 Startern insgesamt) wieder und auch auf den ersten Kilometern war es schwierig, weiter nach vorne zu kommen. Es gab die üblichen Scharmützel und leider auch ein paar Stürze trotz gesperrter Straße – ist halt nicht optimal, das metallene Wendetaferl für die Halbmarathonläufer mitten auf der Straße zu platzieren. Wir kamen aber gut durch und im ersten Anstieg konnte ich mich Position für Position nach vorne arbeiten, Gerald sah ich da leider nicht mehr – er hatte nur ganz knapp den Anschluss verpasst, wie sich nachher herausstellte.
Nach einer rasanten Abfahrt konnte ich am längsten Anstieg, der Klammhöhe, weitere Positionen gut machen und wir kamen mit ca. 20 Mann als dritte Gruppe über die Kuppe. Bei den kommenden Anstiegen glich sich das Bild: Die fünf, sechs stärkeren Bergfahrer inklusive mir konnten sich leicht absetzen, in den Abfahrten rollte dann wieder alles zusammen. Leider konnten wir auch auf die vorderen Gruppen nichts mehr gut machen und auf den letzten 15 Kilometern durchs Helenetal zurück nach Baden wollten sich offenbar alle für den Sprint um Platz 40+ schonen. Ich hatte noch ein paar Körner übrig und fuhr relativ viel im Wind, aber nur zwei, drei andere Fahrer übernahmen ebenfalls Ablösen.

So kamen wir nach 2:20 zurück nach Baden, den Sprint ließ ich aus und somit rollte ich als 56. ins Ziel. Gerald war nur 40 Sekunden später da, seine Gruppe hatte am Schluss gut gearbeitet und hätte uns fast noch eingeholt. Er erreichte Platz 69, beide hatten wir einen Schnitt von über 36km/h zu Buche stehen. Auf die Schnellsten fehlten uns übrigens etwa 9 Minuten.

Fazit: Fahren im Peloton will gelernt sein und längere Rennen und Steigungen liegen mir sicher deutlich mehr. Ansonsten ist der Velo/Run eine gut organisierte Veranstaltung und absolut empfehlenswert – ob er mir 58 EUR Startgeld wert wäre, weiß ich aber nicht.

Ergebnisse